Heimsieg gegen Fürstenfeldbruck
[11.05.2026/]
H1 > S3L – TuS Fürstenfeldbruck > 36:30 (16:14)
Es war das versöhnliche Ende einer nicht immer einfachen Saison und gleichzeitig war das letzte Heimspiel mit allen Höhen und Tiefen geradezu symptomatisch für die Gesamtleistung der Mannschaft. In der ersten Halbzeit hatten die Bergsträßer Handballer noch Schwierigkeiten mit der offensiven Abwehr von Fürstenfeldbruck. Zeitweise führten die Bayern sogar; „es war zu diesem Zeitpunkt ein Spiel auf Augenhöhe“, so Trainer Florian Taafel. Letztlich ging die S3L aber verdient mit einer Führung von zwei Toren in die Pause. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns wieder gefangen“, sagte der Coach, „da haben wir nochmal richtig Gas gegeben“. In den letzten Spielminuten zauberte Fabian Schwarzer zur Begeisterung der Zuschauer noch zwei Bälle ins Tor, mit insgesamt 6 Treffern war er neben Sven Schreiber, der ebenfalls sechs Tore warf, der erfolgreichste Spieler in dieser Begegnung, dicht gefolgt von Stefan Salger und Maximilian Kessler.
Mehr als überzeugend auch die Leistung von Torhüter Sebastian Ullrich, der mit mehreren Paraden glänzte und zum endgültigen Abschluss seiner Handball-Karriere in Leutershausen die Fans einmal mehr begeisterte. „Ulle, du hast uns in einer schwierigen Phase unterstützt, das war sehr wichtig für das ganze Team und dafür sind wir dir sehr dankbar“, betonte der sportliche Leiter Mark Wetzel bei der Verabschiedung der Spieler. Mit ihm geht auch Tormann Lukas Luba, der in seine Heimat nach Slowenien zurückkehrt. „Du hast ein schweres Erbe angetreten“, so Mark Wetzel, Alexander Hübe und Sebastian Ullrich hätten große Fußstapfen hinterlassen, denen Lukas Luba aber im Laufe der Saison zunehmend gerecht werden konnte. Die S3L außerdem verlassen werden Kevin Bitz, der ähnlich wie Sebastian Ullrich spontan eingesprungen war; Lucas Bauer, der aber der Spielgemeinschaft als Co-Trainer erhalten bleibt; Leon Keller, Tobias Schetters, Moritz Mangold, Nikola Sorda, Tobias Schetters, Bastian Seitz und Max Preller. Dieser hatte einen eigenen Fanclub mitgebracht, die Shirts mit den Buchstaben seines Namens waren in der Halle weithin sichtbar. „Wir hätten dich gerne behalten und dein Pass bleibt erstmal hier“ schmunzelte Mark Wetzel angesichts der lautstarken Fans.
„Am neuen Kader basteln wir noch“, so der sportliche Leiter, ließ aber keine Zweifel offen, dass man bis zum Saisonstart eine schlagkräftige Mannschaft auf die Platte stellen werde. Im Namen des ganzen Teams bedankte er sich bei den treuen Fans, den Sponsoren und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die eine solche Saison überhaupt nicht machbar wäre.
Für Trainer Florian Taafel war es die erste Saison bei der S3L und mit Sicherheit keine einfache. Der noch junge Trainer musste sich immer wieder behaupten, was ihm zunehmend gut gelang. „Vieles war nicht einfach“, resümierte der Coach, „wir hatten immer wieder schwierige Phasen, aus denen wir uns aber mit Bravour befreit haben“. Letztlich habe man erst gegen Ende der Rückrunde die Stabilität erreicht, die er sich von Anfang an gewünscht habe. Lobende Worte fand der Trainer vor allem für die mentale Einstellung seiner Jungs; „das war immer großartig, in jeder noch so schwierigen Phase hat die Mannschaft zusammengehalten und niemals aufgegeben. Charakterlich war das einwandfrei“. Überhaupt sei die Zusammenarbeit mit dem ganzen Team sowie die Unterstützung auch durch die Fans immer vertrauensvoll und gut gewesen. „Ich bin mit offenen Armen empfangen worden und alle haben auch in schwierigen Zeiten zu mir gehalten, dafür kann ich mich nur bedanken“, so der Trainer. Entsprechend freue er sich schon jetzt auf die neue Saison. „Wir haben uns weiterentwickelt und das werden wir fortsetzen“, ist er überzeugt. Spannend nicht nur für ihn wird sein, in welcher Staffel die S3L spielen wird. „Die Staffel Süd kenne ich gut“, so Florian Taafel, das sei zwar eine heftige Runde, aber dafür habe man relativ kurze Wege. Die Staffel Süd-West sei für ihn zwar Neuland aber damit auch eine neue Herausforderung, auf die er sich freuen würde. Auch wenn der Coach jetzt nach eigenen Worten etwas müde ist und eine Pause braucht, ist ihm deutlich anzusehen, dass er im Kopf der neuen Saison bereits entgegenfiebert.
Auch für Sven Schreiber, einen der „dienstältesten“ Spieler in Leutershausen, war die Saison nicht einfach, zumal er stark beansprucht wurde. Der Mann mit der Nummer 2 war nahezu pausenlos im Einsatz, immer eine sichere Bank für das ganze Team und mit vielen Toren einer der erfolgreichsten Spieler der Saison. „Ich hatte viel Spielzeit, das merkt der Körper schon“, so Sven Schreiber, dennoch freue er sich ebenfalls schon auf die neue Saison. „In Leutershausen zu spielen war und ist einfach klasse“, meint er auch im Blick auf die Fans. Auch er sieht die Saison mit Höhen und Tiefen, gegen Ende habe man sich aber gut aufgestellt und könne optimistisch in die Zukunft sehen. Zum Ende der Saison kämpfte sich die S3L in der Tabelle der 3. Liga Staffel Süd auf den 9. Platz hoch mit einer nahezu ausgeglichenen Punktebilanz (29:31); TuS Fürstenfeldbruck bleibt auf dem 16. Platz (9:51) und wird absteigen.
Vor der neuen Saison steht ein Spitzenspiel an, dass schon jetzt zum Kassenschlager wird. Am 4. August kommen die Rhein-Neckar Löwen in die Heinrich-Beck Halle. Auf das Vorbereitungsspiel gegen den Bundesligisten freuen sich Mannschaft, Trainer, Fans und das ganze S3L-Team gleichermaßen. Während des Heimspiels wurden bereits 185 Tickets gegen Vorkasse vorbestellt. Ein Ticket für das Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen kostet für Erwachsene 15 Euro, für Ermäßigte 13 Euro und für Schülerinnen und Schüler ab dem 10. Lebensjahr 8 Euro. Anwurf ist am 4.8. um 18:30 Uhr. Weitere Tickets gibt es in der Geschäftsstelle zu den üblichen Öffnungszeiten.
Dort können auch die Dauerkarten für die kommende Saison vorbestellt werden. Die Preise bleiben unverändert; 200 Euro kostet die Karte regulär, für ermäßigte Personen 170 Euro und für Studierende sowie Schülerinnen und Schüler 85 Euro. [feh]
S3L: Sebastian Ullrich, Lukas Luba, Sven Schreiber (6), Lukas Gutsche (3), Stefan Salger (5), Nikola Sorda, Niklas Krämer (4), Fabian Schwarzer (6), Tobias Schetters, Moritz Keller, Jakob Leun (2), Lucas Bauer (1), Leon Keller, Max Preller (4), Maximilian Kessler (5)