Auf zum Africa Cup

[5.09.2026/]

Der S3L-Spieler Salim Hanida nimmt für die marokkanische Nationalmannschaft an der Handball Afrika-Meisterschaft teil

Das Abenteuer wartet: In wenigen Tagen fliegt der gerade einmal 16jährige Rückraumspieler nach Casablanca. Dort warten seine marokkanischen Handball-Kollegen auf ihn. „Sie sind alle sehr nett“, weiß Salim Hanida, denn er war zu einem Lehrgang und zum Kennenlernen bereits in Casablanca. Nach dem Trainingslager fliegt die Nationalmannschaft am 15. September zur Elfenbeinküste – dort startet die afrikanische Meisterschaft. „Ich freue mich riesig“, strahlt er, das sei alles sehr interessant und aufregend, auch schon, was die Sprache angeht. Da er aber fließend französisch und, wie er selbst sagt, einigermaßen arabisch spricht, fällt ihm die Verständigung nicht schwer. Zudem spricht er gut spanisch und sehr gut englisch – Probleme wird es da also nicht geben.
Er lebt mit seiner Familie in Lorsch, sein Vater stammt aus Marokko und stellte den Kontakt zur Nationalmannschaft her. Er selbst hat die doppelte Staatsbürgerschaft, weswegen er auch für Marokko spielen darf. Salim ist nicht nur in sportlicher Hinsicht ein Ausnahmetalent, sondern auch sehr gut in der Schule: Bereits im März 2027 wird er an einem Bensheimer Gymnasium sein Abitur machen.

Salim Hanida spielt seit dieser Saison in der A-Jugend mit, er wird aber auch bei den Herren 2 mit auf der Platte stehen und trainiert bereits bei den Herren 1 mit. Gerade diese Durchlässigkeit der Mannschaften ist es, die ihm an der Bergstraße besonders gut gefällt. „Ich werde hier ernst genommen“, meint er und dass eben auch bei den „Großen“. Bei den Herren 2 ist er schon fest im Kader; bei den Herren 1 gefällt es ihm besonders gut; „sie sind alle sehr lustig und behandeln mich absolut ebenbürtig“. Insgesamt fühlt er sich sehr gut aufgenommen und bereits auch angekommen.
Der über 1,95 Meter große Linkshänder spielte zuvor beim TSV Pfungstadt. Die Jugendtrainer der S3L entdeckten das Ausnahmetalent, Marc Nagel, sportlicher Leiter der S3L, nahm den Kontakt und sprach ihn an, ob er nicht mal bei der S3L vorbeischauen wolle. Er wollte und der Einstieg an der Bergstraße klappte auf Anhieb. „Salim ist genau so ein Spieler, wie wir ihn brauchen“, sagt Marc Nagel; der 16-jährige passe perfekt in das Konzept, ganz junge Spieler gut aufzubauen und bereits früh an die 1. Mannschaft heranzuführen. Trainer Florian Taafel kann das nur bestätigen und sein erster Eindruck ist sehr gut: „Salim ist schon jetzt ein körperlich sehr starker Spieler, er hat einen guten Wurf, ist stabil in der Deckung und hat mir insgesamt gut gefallen“. Perspektivisch sei er ein sehr interessanter Spieler für den echten Rückraum.

Jetzt aber heißt es erstmal Daumen drücken für seinen Auftritt als marokkanischer Nationalspieler an der Elfenbeinküste. Am 23. September kommt er nach Deutschland zurück; unabhängig von den sportlichen Erfolgen wird diese Teilnahme an der afrikanischen Handball-Meisterschaft vor allem eins sein: Eine ganz großartige und spannende Erfahrung. Das ganze S3L-Team ist jedenfalls sehr stolz auf Salim und drückt ihm fest Daumen. „Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg mit seiner Mannschaft“, sagt Marc Nagel. [feh]