Niederlage in Pforzheim

[18.01.2026/feh]

H1 > SG Pforzheim-Eutingen – S3L > 24:29 (13:18)

Betroffene und enttäuschte Gesichter bei der Mannschaft und dem gesamten S3L-Team: Allen Anstrengungen zum Trotz finden die Bergsträßer Handballer im Moment nicht die richtigen Mittel, um aus dem Kellerloch von Niederlagen und mäßigen Spielen rauszukommen. Mit den Misserfolgen sinkt auch das Selbstvertrauen, die Spieler wirken auf der Platte zunehmend verunsichert und lassen sich viel zu schnell überrumpeln. Dass es gegen eine so gut aufgestellte und vor allem eingespielte Mannschaft wie Pforzheim-Eutingen nicht einfach werden würde, wussten sowohl Trainer Florian Taafel als auch der sportliche Leiter Marc Nagel von Anfang an. Dennoch hatten beide gerade in Pforzheim auf einen Sieg gehofft, da dieses Spiel für beide auch ein Wiedersehen mit vielen Bekannten aus der gemeinsamen Handballzeit war.
„Wir haben die ersten 20 Minuten ein insgesamt gutes Spiel auf Augenhöhe gesehen“, betont der sportliche Leiter Marc Nagel. Vor allem Kevin Bitz zeigte mit drei Toren in den ersten fünf Spielminuten eine starke Leistung. In der 23. Spielminute stand es nach einem Tor durch Maximilian Kessler 14:13 für Pforzheim und ab diesem Moment gab es für die S3L kein Herankommen mehr. Im Gegenteil, nach einem leichtfertigen Ballverlust schien der Konzentrationsfaden gerissen, so dass die Bergsträßer mit 5 Toren Rückstand in die Pause mussten. „Diesen fünf Toren sind wir dann die ganze Zeit hinterhergerannt“ so Marc Nagel. Eine unschöne Szene gab es gegen Spielende in der 53. Minute. Bei einem Tempogegenstoß wurde Lucas Bauer gefoult und erlitt eine schwere Verletzung an der Wade, er musste vom Spielfeld getragen werden. Der generische Spieler Finn Meißner wurde dafür disqualifiziert und erhielt die rote Karte. „Das Spiel war insgesamt körperbetont aber keineswegs unfair“, stellt Marc Nagel trotz des schwerwiegenden Fouls klar.

Die Situation bleibt also weiter schwierig bei der S3L. Wobei Marc Nagel die Auswärtsniederlage nicht so dramatisch wertet. „Das kann auswärts passieren und wir haben auch gute Momente gesehen, vor allem Lukas Luba war im Tor in der zweiten Halbzeit sehr stark“, ein solches Ergebnis müsse man dann akzeptieren. „Sehr viel schlimmer waren für mich die letzten 15 Minuten im Heimspiel gegen Bittenfeld“, so Nagel. Das dürfe in der eigenen Halle nicht mehr passieren. Eine kleine Spielpause verschafft der S3L jetzt Zeit, sich neu zu orientieren und Spieler wieder fit zu kriegen. Vor allem Nikola Sorda und Stefan Salger müssten beim nächsten Heimspiel Ende Januar wieder zu 100 Prozent auf der Platte stehen, um künftig solche Einbrüche wie beim letzten Heimspiel zu vermeiden, sagt der sportliche Leiter. Bei Tim Götz wird das noch etwas dauern, aber immerhin, er war in Pforzheim dabei und verwandelte 2 Siebenmeter. Wie lange Lucas Bauer nun ausfallen wird, bleibt noch ungewiss.
In der Tabelle der dritten Handball-Liga Staffel Süd liegt die S3L jetzt auf dem 13. Platz (13:21), die SG Pforzheim-Eutingen bleibt auf Platz 6 (21:13). Nach einer kurzen Spielpause erwartet die S3L zum nächsten Heimspiel am Samstag, den 31.01. den HC Erlangen II. Anwurf in der Heinrich-Beck Halle ist um 19:30 Uhr. [feh]

S3L: Moritz Mangold, Lukas Luba, Sven Schreiber (4), Lukas Gutsche (1), Stefan Salger (1), Nikola Sorda, Niklas Krämer (3), Jakob Leun (3), Kevin Bitz (3), Tobias Schetters (1), Tim Götz (2), Lucas Bauer (1), Leon Keller, Max Preller (1), (Maximilian Kessler (4)