Wir sind begeistert vom weltgrößten Handballturnier in Lund

[30.12.2025/]

Jugend > Mit insgesamt fünf gemeldeten Teams startete die Spielgemeinschaft beim größten Jugendturnier der Welt in Lund/Schweden.

Was vor zwei Jahren als Startschuss für S3L Handball, damals mit einer gemischten mCJugend bestehend aus der SG Leutershausen und der HG Saase begann, wurde in diesem Jahr weiter ausgebaut. Mit insgesamt fünf gemeldeten Teams startete die Spielgemeinschaft beim größten Jugendturnier der Welt in Lund/Schweden. Abfahrt war am 2. Weihnachtsfeiertag um 3 Uhr morgens am OEG-Bahnhof in Leutershausen. Noch vor der Abfahrt hatte Organisatorin Esther Bähr und ihr Team mit einem Problem zu kämpfen. Denn statt der zwei bestellten 50er Reisebusse kam ein großer Doppeldeckerbus. Ein Bus des Busunternehmens hatte am 23.12. einen Defekt, der über die Feiertage nicht mehr rechtzeitig repariert werden konnte. So musste man etwas enger zusammen rücken um alle Spieler/innen, Trainer, Betreuer und das Gepäck unterzubringen. So war es 3.45 Uhr, als man Richtung Schweden aufbrach. Die weitere Fahrt per Bus und Schiff verlief unauffällig so das man nachmittags gegen 16.30 Uhr in Lund eintraf. Schnell bezog man die zugeteilten Klassenzimmer in einer Schule mit drei versch. Schulgebäuden und richtete sich häuslich ein, denn bereits am frühen Morgen des nächsten Tages starteten die Spiele. Zuvor besuchte man aber noch die großartige und spektakuläre Eröffnungsfeier des Turniers. Die Gruppenspiele waren auf zwei Tage verteilt und wurden in über 40 Sporthallen durchgeführt. Perfekt organisiert von den Gastgebern war jede Halle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. Die mA1Jugend startete mit einer knappen Niederlage gegen den späteren Gruppensieger aus Skövde/Schweden, nach zwei Siegen gegen den MTV Stadeln und die MTG Wangen, kam es zur entscheidenden Partie gegen Grankulla IFK aus Finnland. Äußert knapp und unglücklich unterlag man mit einem Treffer. Da half auch der letzte hohe Sieg gegen die TSG Oberursel nichts mehr. Man musste sich mit Platz 3 in der Gruppe zufriedengeben und kam in die Playoffs B. Dort unterlag man dem TSV Kronshagen und schied im Achtelfinale aus. Die mA2 startete furios in die Gruppenspiele. Mit Siegen gegen den TV Uelzen, Lugi HF, Koge Handbold und der SpVgg Giebelstadt qualifizierte man sich hochverdient als Gruppensieger für die Playoffs A.  Als dann im Sechzehntelfinale, in einer heißen Partie, auch noch der schwedische Verteter Torslanda HK aus dem Weg geräumt wurde war der Jubel groß. Leider hatte der Sieg zu viel Kraft gekostet und im Achtelfinale musste man sich nach gutem Beginn, dann deutlich, den Schweden von IK Sävehof geschlagen geben. Die mB1 ließ in ihren Auftaktpartien dem HT München, Utens DSC aus Litauen und IK Sävehof keine Chance. Das letzte Gruppenspiel gegen die JSG Handball Köln war das Spiel um Platz 1 und 2 in der Gruppe und um die bessere Ausgangsposition in den Playoffs A. Nach einer spannenden Partie in der man sich von einem 5:10 Rückstand auf 12:13 zurückkämpfte musste man sich am Ende mit 16:18 geschlagen geben und ging als Tabellenzweiter in die Playoffs A. Dort traf man auf das dänische Team Oure. Die Partie war extrem spannend da sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Am Ende schied man mit einer 16:17 Niederlage aus dem Turnier im Sechzehntelfinale aus. Die mB2 schaffte mit einem Sieg gegen Freiburg, einem Unentschieden gegen den TSV Pfungstadt und drei Niederlagen gegen die schwedischen Teams aus Huddinge, Redbergslid und Lödde Vikings als Tabellen-4 die Playoffs B. Hier siegte man im Sechzehntelfinale mit 16:15 gegen die JSG Tecklenburger Land ging dann aber, nach einem großartigen Spiel, im Achtelfinale gegen das schwedische Team aus Tyresö mit 16:21 als Verlierer vom Feld. Die wBJugend zahlte sportlich gesehen noch einiges an Lehrgeld. Mit einem jungen Team hatte man in der Gruppe gegen die Schwedinnen aus Torslanda und Sund, den Niederländerinnen der Handbalschool Brabant und gegen den deutschen Vertreter TV Bissendorf-Holte keine Chance und musste als Tabellenletzter in die Playoffs C. Auch hier war nach einer Niederlage gegen die HSG Stuhr im Achtelfinale Schluss. Doch bei solch einem Event zählen Eindrücke und Erlebnisse noch mehr als der sportliche Erfolg. Bei dem bestens organisierten Turnier traf man auf Teams aus Schweden, Dänemark, Litauen, Finnland, den Niederlanden und etliche Mannschaften aus Deutschland. Man schloss neue Freundschaften über alle Grenzen hinweg und vertrat die neue Spielgemeinschaft von der Bergstraße bestens. Zu danken ist als erstes Esther Bähr und ihrem Team für die ORGA. Auch Trainer, Betreuer und nachgereiste Eltern sollen hier genannt werden ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Mit Sicherheit waren die Tage in Lund ein unvergessliches Erlebnis für alle, die lange in Erinnerung bleiben werden und sicherlich Eindrücke fürs Leben hinterlassen haben. [HM]