Herzschlagspiel in Bayern

[22.12.2025/feh]

H1 > TuS Fürstenfeldbruck – S3L > 24:25 (11:13)

Es war das Tor in letzter Sekunde, welches die S3L rettete. Sven Schreiber verwandelte einen 7-Meter acht Sekunden vor Abpfiff, nachdem Trainer Florian Taafel nur wenige Sekunden zuvor noch eine Auszeit genommen hatte. Spannender hätte es auf den letzten Metern kaum sein können. In der Zweiten Halbzeit ging die S3L in der 34. Spielminute durch ein 7-Meter Tor von Maximilian Kessler erstmals in Führung. In den folgenden Spielminuten erarbeiteten sich die Bergsträßer durch Tore von Kevin Bitz, Maximilian Kessler, Sven Schreiber und Niklas Krämer einen Vorsprung von sechs Toren. Bei einem Spielstand von 20:14 für die S3L schienen die Messen gelesen, doch wer jetzt an ein entspanntes Zurücklehnen auf der Trainerbank hoffte, lag falsch – die Bayern schlugen zurück. Das hart umkämpfte und stark körperbetonte Spiel wurde in der vollen Wittelsbacher Halle mit knapp 700 Zuschauern auch von den Fans aus Fürstenfeldbruck getragen, die ihre Mannschaft enthusiastisch anfeuerten. Da konnten die mitgereisten Fans von der Bergstraße nur wenig mithalten; „es war toll, dass so viele dabei waren, das hat uns sehr gefreut“, so der sportliche Leiter Mark Wetzel.
Der Mannschaft zollte er trotz des knappen Ergebnisses Respekt: „Ein großes Kompliment für die Jungs, sie haben insgesamt ein gutes Spiel gezeigt“. Vor allem in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit überzeugten die Bergsträßer mit einer konsequenten Leistung, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Je näher Fürstenfeldbruck wieder herankam, desto spürbarer wurde auch wieder die Verunsicherung im Team. „Egal, wir haben das Ding gezogen“, zeigt sich Mark Wetzel erleichtert. Er hofft, dass der Knoten jetzt geplatzt ist und sich die Mannschaft nicht mehr so schnell verunsichern lässt.
Mit dazu beitragen, der Mannschaft wieder Selbstvertrauen zu geben, soll auch Marc Nagel. Der Handballtrainer und frühere Nationalspieler saß mit auf der Bank in Fürstenfeldbruck. Bereits zuvor war er auch im Training dabei. „Marc wird im sportlichen Bereich der S3L künftig eine führende Rolle spielen“, so Mark Wetzel. Näheres werde man noch bekannt gegeben. Marc Nagel ist alles andere als ein Unbekannter in Leutershausen. Er selbst spielte bei der SGL und wurde mit dem Verein 1992 deutscher Vizemeister. Von 2013 bis 2017 trainierte er die SGL, 2021 kehrte er erneut als Trainer an die Bergstraße zurück.
In der Tabelle der dritten Handball-Liga Staffel Süd kletterte die S3L auf dem 10. Platz (13:17). Fürstenfeldbruck bleibt mit dem 16. Platz weiter Schlusslicht der Tabelle (5:25).

Die Rückrunde beginnt für die S3L mit einem Heimspiel. Am 10.01.2026 kommt der TV Bittenfeld in die Heinrich-Beck Halle. Anwurf ist dann um 19:30 Uhr. Bittenfeld liegt auf dem 9. Tabellenplatz (15:15). In der Hinrunde verlor die S3L in Bittenfeld mit 29:34. [feh]

S3L: Moritz Mangold, Lukas Luba, Sven Schreiber (7), Lukas Gutsche, Stefan Salger (1), Nikola Sorda, Niklas Krämer (4), Fabian Schwarzer (3), Kevin Bitz (2), Tobias Schetters (1), Jakob Leun, Lucas Bauer, Leon Keller, Max Preller (1), (Maximilian Kessler (6)