Leistungssteigerung in Halbzeit zwei führt zum langersehnten Heimsieg

[1.02.2026/HM]

H1 > S3L – HC Erlangen II > 35:33 (17:20)

Allen die es mit S3L Handball halten, dürfte nach dem Schlusspfiff am Samstagabend in der Heinrich-Beck-Halle gleich mehrere Steine vom Herzen gefallen sein. Die Freude über die beiden Punkte gegen den Tabellenzweiten, HC Erlangen II, war riesig. Der Sieg war dank einer enormen
Leistungssteigerung in Durchgang zwei verdient und die letzten Minuten hielt es niemand mehr auf den Sitzen. Doch der Reihe nach.
S3L musste in dieser wichtigen Partie auf Lukas Bauer und Fabian Schwarzer verletzungsbedingt verzichten, dafür sorgte man auf der Torhüterposition für eine Überraschung. Sebastian Ullrich war zurück und „Ulle“ sollte noch eine große Rolle im Verlauf dieser Partie spielen. Der Tabellenzweite drückte von Beginn an mächtig aufs Tempo. Die Defensive der Gastgeber bekam nicht wirklich Zugriff, was einen schnellen 5:8 (9.) Rückstand zur Folge hatte. Zwar kämpfte sich S3L zurück, doch die 9:8 (15.) Führung sollte für lange Zeit die letzte gewesen sein. Beim 10:13 (19.) nahm Florian Taafel eine Auszeit. Sebastian Ullrich hatte da, den zuvor keinesfalls schwach agierenden, Lukas Luba ersetzt. Auch ihm war es zu verdanken das man nur mit einem 17:20 Rückstand in die Pause ging. Doch allen war klar, dass sich vor allem in der Defensive dringend etwas ändern musste.
Nach Wiederbeginn zeigte sich die Abwehr von S3L kompakter und machte es dem Tabellenzweiten von Minute zu Minute schwerer zu Torerfolgen zu kommen. Vorne führte der zurückgekehrte Tim Götz klug Regie. War selbst Torgefährlich und setzte seine Mitspieler gut in Szene. Auch Jakob Leun wusste zu gefallen. Der Linkshänder tauchte ab und an auf der Mitte auf und stellte Erlangen vor einige Probleme in der Abwehr. Beim 25:25 (44.) hatte man endlich den Ausgleich geschafft. Jetzt legte S3L vor und Erlangen zog nach. Nach dem 27:27 (48.) sorgten Jakob Leun, der wieder fehlerfrei agierende Maximilian Kessler und Stefan Salger für das 30:27 (51.). Als Sebastian Ullrich dann noch seinen zweiten Siebenmeter entschärfte schien alles für S3L zu laufen. Doch der Gast gab sich noch nicht geschlagen. Beim 30:30 (54.) war alles wieder offen. 120 Sekunden vor dem Ende glich Erlangen beim 33:33 letztmalig aus. Danach war es Maximilian Kessler vorbehalten eine Minute vor dem Ende die Führung zurückzuholen. Erlangen nahm seine letzte Auszeit, die aber wirkungslos verpuffte. Die Defensive der Gastgeber hielt und Sven Schreiber machte mit dem 35:33 fünf Sekunden vor Spielende den Deckel drauf.
Entsprechend war die Freude über den hart erkämpften Sieg. Trainer Florian Taafel lobte vor allem die Abwehrarbeit in der zweiten Halbzeit und den unbedingten Willen jedes einzelnen die Partie noch zu drehen. Endlich hatte man sich belohnt und hofft das man am kommenden Samstag in einem weiteren Heimspiel gleich nachlegen kann. Die Aufgabe könnte aber nicht größer sein, kommt mit Salamander Kornwestheim doch der Tabellenführer an die Bergstraße.

S3L: Luba, Mangold, Ullrich; Schreiber (3), Gutsche, Salger (5), Krämer (5), Schetters, Keller M., Götz (7/3), Leun (5), Bitz (4), Keller L., Preller, Kessler (6)
Zuschauer: 450